Labrador | Information für Kinder | Anna und die Haustiere


. Untertitelung: BR 2018 Bring’s. Komm. Danke. Ihr habt bestimmt erraten,
um wen es heute geht. Richtig, um Hunde,
aber nicht um irgendwelche. Um den Familienhund schlechthin,
einen Labrador, so wie Paula. Damit der Hund so gut hört
und so gut erzogen ist wie Paula, muss man viel beachten. Das will ich gemeinsam
mit euch herausfinden. Aber erst mal die Quizfrage. Ist es Antwort A? Oder Antwort B? Die Antwort gibt’s wie immer
am Ende der Sendung. Während wir noch etwas spielen,
gibt’s für euch tolle Infos. Labrador liegt nahe
der Insel Neufundland in Kanada. Von dort stammen
die Labradore ursprünglich. Als Arbeitshunde
halfen sie früher Fischern, einen guten Fang zu machen, indem sie aus den Netzen
springende Fische zurückbrachten. Der Labrador liebt es, Dinge
zu apportieren, zurückzubringen. Und er liebt Wasser. Auch heute noch wird er deshalb
als Rettungshund eingesetzt. Die Wasserratten sind sogar
in der Lage, Ertrinkende zu retten. Labradore sind richtige Arbeitstiere,
aber v.a. sehr freundliche Hunde. die auf Artgenossen und Menschen
zugehen und Freundschaft suchen. Nicht immer muss ihr Spielfreund
Beine haben. In Irland hat ein Labrador Freundschaft mit einem Delfin
geschlossen. Ich besuche Paula in Feldkirchen. Hallo Paula. Und dahinten … … ist Jo mit ihrer
süßen kleinen Tara. Und das ist Ulrike, hallo.
– Hallo Anna. Ich werd ja gleich ganz nett
begrüßt. Wie alt ist denn die Tara? Tara ist vier Monate alt.
– Also noch ganz klein. Und Jo ist ihre Mama?
– Jo ist ihre Mama. Die hat also die Tara
vor vier Monaten bekommen. Tara und acht weitere Geschwister,
es waren neun Welpen. Neun? Da hatte die aber einen
dicken Bauch. – Absolut. Jo ist eine tolle Mama,
hat aber einen großen Wurf gehabt. Für den Züchter ist das auch
anstrengend, aber macht viel Spaß. Das kann ich mir vorstellen.
Jetzt hast du drei Labbis. Müssen die
in der Gruppe gehalten werden? Oder fühlen die sich
auch alleine wohl? Die fühlen sich auch alleine wohl.
Ich hab das wegen der Zucht. Ein Labrador wird oft
einzeln gehalten, er bindet sich stark
an seinen Menschen und unternimmt gerne was mit ihm,
dann ist er happy. Die zwei sind so süß zusammen
im Körbchen. Hat jeder einen eigenen Schlafplatz
oder schlafen sie zusammen? Es hat jeder
seinen eigenen Schlafplatz. Sie können sich im Haus hinlegen,
wo sie wollen. Ulrikes Hunde dürfen
auch auf die Couch. Wer das nicht will,
muss ihnen von Anfang beibringen, dass Sofa und Sessel tabu sind. Eure Hunde haben Glück,
ihr habt hier viel Platz, toll. Gibt es einen Mindest-Platzbedarf? Nein, die Hunde können in einem Haus
oder einer Wohnung wohnen. Wichtiger ist, dass man rausgehen
kann und Natur um sich hat. Es kommt also nicht auf den Platz,
sondern auf die Bewegung an, wie viel man mit den Hunden rausgeht
und ihnen dort bieten kann. Heute steht für Tara
Hundeschule an. Erziehung ist wichtig,
ein junger Hund muss viel lernen. Spaß macht es auch, denn in der
Schule trifft Tara drei Geschwister. Wir sind am Anfang der Ausbildung. Das heißt,
der Hund muss erzogen werden. Es reicht nicht, sich einen Hund
zuzulegen und nichts weiter zu tun. Das ist eine große Aufgabe,
v.a. bei jungen Hunden. Du siehst, wie sie zieht,
das muss aufhören. Was würde passieren,
wenn ich das nicht machen würde? Ein unerzogener Hund in unserer
Gesellschaft geht gar nicht. Es ist nicht schön für einen selbst, aber es ist auch
nicht vertretbar für die Umwelt. Ein unerzogener Labrador
kann schnell lästig werden. So, das wird hier
eine Konzentrationsprobe. Das macht sie aber gut. Ich dachte,
sie rennt los zu ihren Schwestern. Nein, das üben wir,
das ist nicht gewünscht. Sie sollen sich konzentrieren,
nicht mit den anderen spielen. Wir versuchen das hinzukriegen. Auch Taras Geschwister
müssen das üben. Aber das ist nicht einfach. Ich geh beiseite,
damit sich Tara konzentrieren kann, denn ich bin auch Ablenkung. Als Erstes soll Tara sich hinsetzen. Sit. Prima. Bleib. Und sitzen bleiben.
Auch wenn Ulrike weggeht. Prima. Dafür gibt es eine Belohnung,
denn Tara lernt noch. Ein ausgewachsener Hund
muss ohne Leckerlis gehorchen. “Sitz” und “Bleib” kann sie,
wie sieht es mit “Platz” aus? Können wir probieren. Probier noch mal, ich halte Abstand.
– Okay. Nun soll sich Tara hinlegen,
also “Platz” machen. Auch dieses Grund-Kommando sitzt. Tara hat das super gemacht.
Ich kann mir aber vorstellen, dass andere Hunde
es nicht sofort können. Da muss man
sehr geduldig sein als Hundeführer. Man muss viel wiederholen,
bis sie die Kommandos können. Wie oft muss man das wiederholen,
bis der Hund das kann? 100, 200 Mal, bis es richtig sitzt. Das heißt, ich krieg 100 Leckerlis.
Das lohnt sich für den Hund. Kooperieren lohnt sich immer. Es ist
wichtig, was man im ersten Jahr tut. Wenn man da gut übt,
das ist die Basis. Aber dann kommt noch die Pubertät. Die kommen wie wir in die Pubertät?
Also in ein Alter, in dem man etwas schwierig ist
und seine Grenzen austestet? Ja, haben sie genauso. Wann ist das?
– Mit acht, neun Monaten. Das steht dir also bald bevor,
mit dem Hundekind. Wenn er die ganze Zeit brav war, darf er dann
mit den anderen spielen? Ja, sie haben ja die Arbeit gemacht. Jetzt wird gespielt. Schaut mal, juhu! Tara, Paula, Coco und Emma
sind noch so jung, dass sie sich
nicht lange konzentrieren können. Da ist Spielen nach dem Training
die beste Belohnung. Außerdem lernen sie dabei, das Verhalten der anderen Hunde
einzuschätzen: Will der andere spielen oder kämpfen? Jetzt ist sie runtergetaucht.
Sie kann ja sogar tauchen. So schnell geht’s. Schwupps war Tara
im Wasser und hat sich abgekühlt. Können sie das selbst
oder muss man ihnen das beibringen? Nein. Sie sind sehr
Wasser-interessiert, als Wasserhunde lieben sie das. Die Kleinen probieren am Wasser
einfach aus, zu schwimmen. Sie müssen nicht erst üben wie wir,
sondern sie probieren einfach? Ja. Dann kommen sie wieder raus
und wissen: Wir können schwimmen. Kann ich ein Spielzeug reinwerfen
und sie holen es dann? Das wär das Größte für sie. Aber dafür ist Tara
noch zu klein, oder? Ja, vielleicht machen wir das
mit den Großen. Gerne, das machen wir. Ich geb dir die Leine von Paula,
die bleibt bei dir. Du wirfst das Dummy. Ich geh mit Jo da rüber
und wir arbeiten mit ihr. Alles klar.
– Bei mir. Paula, sit. Bleib. * Anna macht Geräusche. * Jo gibt Vollgas,
um das Dummy zu holen. Das macht ihr Spaß
und lastet sie aus. Genau das brauchen die Energiebündel. Wer seinen Labrador nicht fordert,
bekommt früher oder später Probleme. Ein unausgelasteter Hund
haut vielleicht ab oder geht alleine jagen.
Deshalb ist Beschäftigung angesagt. Zwei Stunden pro Tag
will ein Labbi bewegt sein. Hat sie gut gemacht, oder?
– Das war gut, einwandfrei. Kriegt sie ein Leckerli?
– Das braucht sie nicht. Sie ist erwachsen
und das war viel Spaß für sie. * Sie fiept. * Kennt ihr das? Ihr sitzt beim Essen, dann kommt ein Hund
und schaut euch so an. So süß und es tut einem leid,
er will was zu fressen haben. Was macht man da, Ulrike?
– Hart bleiben. Ehrlich? Das fällt aber schwer.
– Ja, da musst du hart sein. Beim Labrador muss man da aufpassen. Die können diesen Blick sehr gut
und neigen zum Dickwerden. Daher steht bei Ulrike
gesundes Futter auf dem Speiseplan. Die Labradore bekommen eine Mischung
aus getrockneten Kräutern, Reis und Trockenfutter. Für einen großen Hund
scheint das wenig, aber im Trockenfutter
steckt viel Energie. Dazu gibt es eine Portion rohes
Fleisch. Das reicht bis zum Abend. Jetzt kriegen sie das
alle gleichzeitig? Ja. Ich setz die Hunde da hin.
Kommt her. Ein guterzogener Hund frisst erst,
wenn es erlaubt ist. Vor dem Futternapf zu warten
ist ganz schön schwer. Das machst du. Ich geb mein Bestes. Taras Futter.
– Hier. Paula, hol es. Und Jo. Und Tara. Das hat wunderbar geklappt.
– Super, ja. Für die Großen gibt’s
zweimal am Tag was zu fressen. Tara bekommt eine dritte Portion.
Sie muss ja noch wachsen. Abgeschleckt werd ich auch. Es macht viel Spaß, mit der Kleinen
zu kuscheln und zu spielen. Mit den Größeren natürlich auch. Haben sie immer
so viel Lust zu kuscheln? Oder wollen sie auch mal ihre Ruhe? Sie sind anhänglich und schmusig,
die meisten jedenfalls. Man muss aufpassen, dass sie
nicht zu aufdringlich werden. Aber das ist doch schön, wenn das Tier immer
mit einem Spaß haben möchte? Sie kuscheln gerne, aber man will ja
auch mal selbst seine Ruhe haben, fernsehen oder hat Besuch und will nicht dauernd
von den Hunden belästigt werden. Aber Labradore sind schon Hunde,
die gerne schmusen. Deshalb sind sie gute Familienhunde,
sie spielen gerne mit Kindern. Sie braucht viel Aufmerksamkeit. Wenn ich mich nicht mit ihr
beschäftige, holt sie sie sich. Kann ich sie länger alleine lassen?
– Bis zu vier Stunden ist es okay. Bei den Großen.
– Bei den Erwachsenen. Tara kann noch nicht so lange, eigentlich gar nicht alleine
bleiben, aber wir üben schon. So einen süßen Hund will man
auch gar nicht alleine lassen. Verspielt sind sie beide. Was die Farbe angeht, unterscheiden
sich Paula und Jo wie Tag und Nacht. Die Vorfahren des Labradors
waren alle schwarz, so wie Jo. Später züchtete man aus Liebhaberei
auch helle Tiere wie Paula. Heute werden Labradore
in den Fellfarben schokobraun, gelb
und schwarz gezüchtet. Labradore sind richtige Rassehunde. Die kosten dann auch wohl
ein bisschen was? Man sollte sich ja bei einem guten
Züchter so einen Hund kaufen. Da muss man zwischen
1000 bis 1500 Euro rechnen als Anschaffungspreis für den Hund. Aber im Gegensatz
zu anderen Haustieren muss man auch noch tiefer
in die Tasche greifen, denn man muss Hundesteuer bezahlen
und die Haftpflichtversicherung. Wofür brauche ich die Versicherung? Der Hund könnte etwas beschädigen
oder einen Unfall verursachen, das kann sehr teuer werden. Daher
muss der Hund abgesichert sein. Und das Futter,
was kostet mich das im Monat? 100 bis 150 Euro musst du rechnen
für einen Labrador. Und jetzt noch mal alle Infos
zu den Labradoren. Die gibt es auch im Internet. Wie viel Platz brauchen Labradore? Zu Hause braucht er nur
einen Platz zum Ablegen. Viel wichtiger ist die Umgebung.
Natur zum Austoben und im besten Fall
ein Badesee in der Nähe. Wie pflegt und hält man Labradore? Der Labrador gilt als Familienhund, aber auch Labbis müssen
in die Hundeschule. Dort lernen die jungen Hunde
die wichtigsten Grund-Kommandos. Was fressen Labradore? Labradore könnten
den ganzen Tag fressen. Was das Futter angeht, sollte man sie
an der kurzen Leine halten. Sonst werden sie zu dick. Kuscheln Labradore gerne? Nichts lieber als das. Der Labrador
ist sehr auf seine Menschen bezogen. Deshalb kann man ihn
nur vier Stunden alleine lassen. Was kosten Labradore? 150 Euro sollte man monatlich
für den Familienhund einplanen. Vielen Dank für den schönen Tag.
Bevor ich mich verabschiede, muss noch eine Quizfrage
gelöst werden. B, Drogenspürhund.
Die haben eine so gute Nase, die sind sehr geeignet dafür.
– Genau. Weil der Labrador so zutraulich ist,
ist es eher unwahrscheinlich, dass er einen Eindringling verjagt. Er freut sich eher und sagt:
“schön, dass du da bist.” Und wenn man dann noch
eine kleine Bestechung dabei hat, ist das Ablenkungsmanöver perfekt. Schau, eine Hunde-Salami. Damit macht man sich
immer Freunde, gell? Ich bin total glücklich, weil ich
heute den ganzen Tag draußen war, viel erlebt und gelernt habe und es mit den Labradoren
so viel Spaß macht. Wir sehen uns nächstes Mal wieder,
bis dann, servus. Magst du noch was? Au!
Ganz schön gierig. Untertitelung: BR 2018

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